"Ein Stück gemeinsames Leben.“

 

„Die Stiftung Pro Region hat die Verbesserung des regionalen Ausbildungsplatzangebots zum Ziel. Gefördert werden auch Maßnahmen zur Integration von "Problemgruppen" in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie die vorberufliche Förderung der Ausbildungs- und Berufsreife.“

Bereits seit dem Schuljahr 2014/15 unterstütze die Pro Regio Stiftung das Projekt zur Erprobung handwerklicher Grundfertigkeiten bei unserem Kooperationspartner URSPRUNG Frankfurt guG für Schülerinnen und Schüler der InteA (ehemals EIBE) Klassen an der Wilhelm-Merton-Schule. Das Angebot richtet sich an die Klassen im zweiten Semester. Die Schülerinnen und Schüler erproben dort einmal pro Woche unterschiedliche handwerkliche Tätigkeit.

Das Projekt bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Talente in sprachunabhängigen Aufgabenstellungen, die ihnen z.T. schon aus ihren Heimatländern bekannt sind, zu zeigen. Die jungen Menschen, die teilweise über wenig schulische Vorbildung verfügen, haben im Rahmen von InteA nur zwei Jahre Zeit, ihre schulischen und sprachlichen Defizite aufzuarbeiten und einen Hauptschulabschluss zu machen. Dies ist eine große Herausforderung und nicht alle Schülerinnen und Schüler erreichen dieses Ziel. Insbesondere der qualifizierte Hauptschulabschluss, der neben dem Erwerb von Deutsch als Zweitsprache auch noch das Erlernen von Englisch als weitere, oftmals unbekannte Fremdsprache voraussetzt, ist für viele unserer Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund nicht in der Kürze der Zeit zu schaffen. Diese jungen Menschen verfügen aber über viele Talente, die oftmals im handwerklichen Bereich liegen. Diese Talente können im regulären Unterricht im Rahmen der InteA-Stundentafel nicht gezeigt und erkannt werden. Das Projekt URSPRUNG guG ermöglicht einen Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler sprachunabhängig ihr Geschick und ihre Talente erproben können und mit ihren individuellen Fähigkeiten greifbare Handlungsprodukte schaffen. Dies birgt neben einem hohen Motivationspotenzial auch eine wichtige Orientierungshilfe für die Berufswegeplanung und die Beratung in den Fördergesprächen hinsichtlich einer realistischen Berufswahl. Oftmals haben die Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer eignen kulturellen und gesellschaftlichen Erfahrungen in den Heimatländern Vorurteile gegenüber dem deutschen Ausbildungssystem. Sie empfinden nur die vollzeitschulische Bildung als gesellschaftlich anerkannt und erstrebenswert. Durch die positiven Erfahrungen im Projekt und die schulische Aufarbeitung dieser Vorurteile, indem dass die hohe Wertschätzung des dualen Ausbildungssytems erklärt und diskutiert wird, eröffnen sich für die jungen Menschen neue berufliche Perspektiven, die für sie und ihre Lernvoraussetzungen und Talente realistisch sind.


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Wir sind Preisträger des Innovationspreises der VhU