Die Wilhelm-Merton-Schule

Die Wilhelm-Merton-Schule wurde im Frühjahr 1965 als "Kaufmännische Berufsschule 7" mit 1100 Schülerinnen und Schülern gegründet. Sie war damals eine Berufsschule für "Jungangestellte" und hatte zunächst ihren Standort im Bethmannschulhaus, danach in der Rohrbachstraße. Im Jahre 1975 bezog die Schule ihr neues Gebäude am jetzigen Standort in der Eichendorffstraße. Im Sommer 1985 erhielt die Wilhelm-Merton-Schule ihren Namen.

Die heutige Wilhelm-Merton-Schule vertritt das Berufsfeld "Wirtschaft und Verwaltung" und den Arbeitsbereich "Hauswirtschaft, Ernährung, Gastronomie". In ihrem Schwerpunkt ist die WMS die Berufsschule für Auszubildende in den zwei expandierenden Ausbildungsberufen "Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation" und "Bürokaufmann/Bürokauffrau". Die Wilhelm-Merton-Schule wird von ca. 2200 Schülerinnen, Schülern und Studierenden besucht und ist Arbeitsplatz für fast 80 Lehrerinnen und Lehrer und für 5 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wilhelm Merton, der Namensgeber der Schule (1848 – 1916), war ein sozial verantwortlich denkender und handelnder Unternehmer, Wirtschaftsfachmann, Gründer u.a. der Metallgesellschaft AG, Mitbegründer der Frankfurter Universität und vieler sozialer Einrichtungen der Stadt Frankfurt. Er hätte das Leitmotiv der Schule formulieren können:

„Unsere Schule ist mehr als ein Unterrichtsort, sie ist für alle Beteiligten auch ein Stück gemeinsames Leben.“

Diesem Leitmotiv aus dem Schulprogramm der Wilhelm-Merton-Schule liegt sowohl ein humanes Menschenbild als auch die Einsicht zugrunde, dass die Qualität von Bildung und Ausbildung eine Schlüsselrolle sowohl für die zukünftigen Möglichkeiten und Chancen eines jeden Einzelnen als auch für die Entwicklung der Gesellschaft einnimmt.

Diesen Gedanken folgt der Unterricht an der Wilhelm-Merton-Schule in ihren vier Schulformen:

  • die Berufsschule für die Ausbildungsberufe "Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation", "Bürokaufmann/Bürokauffrau", "Sport- und Fitnesskaufmann/Sport- und Fitnesskauffrau";
    die Auszubildenden besuchen die Schule sowohl in Block- als auch in Teilzeitform.
  • die Fachschule für Betriebswirtschaft für Studierende in Voll- und Teilzeitform;
  • das Berufsgrundbildungsjahr für Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen und
  • Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung.

Dabei steht die persönliche und berufliche Bildung und Ausbildung der Schülerinnen, Schüler und Studierenden zur verantwortlichen Mitgestaltung der Arbeitswelt und der Gesellschaft im Mittelpunkt der Unterrichtsarbeit. In diesem Zusammenhang sehen wir die Sicherung und Weiterentwicklung von Qualität im Unterricht und in der Schulorganisation als eine Kernaufgabe der Arbeit an unserer Schule.

Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren nach einer intensiven Schulprogrammarbeit die Ziele unseres Unterrichts neu diskutiert, die Inhalte der Rahmenpläne unserer Ausbildungsberufe unter dem Aspekt des fächerübergreifenden Lernens neu strukturiert und organisiert. Auch wurden neue Kooperations-, Lern- und Arbeitsformen entwickelt. Um die Thematik "Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung" nicht nur als punktuelles Ereignis an Konferenzen oder Pädagogischen Tagen zu bearbeiten, ist dies an der Wilhelm-Merton-Schule institutionalisiert und soll ein tragendes Motiv in unserer Schule sein. Eine wichtige Konsequenz daraus ist die Evaluation unserer Arbeit: Eine Steuerungsgruppe konzipierte Instrumentarien für die Evaluation des Unterrichts und der Arbeitssituation an der Wilhelm-Merton-Schule, organisiert inzwischen regelmäßig die Evaluationen, wertet die Ergebnisse aus und schlägt Schlussfolgerungen vor.

Doch sind derzeit in einigen Bereichen die pädagogischen und organisatorischen Entwicklungsmöglichkeiten der Schule durch einen eklatanten Raummangel noch stark eingeschränkt. Dieser Situation ist der Schulträger begegnet. Auf Grund der Beschlüsse zum Schulentwicklungsplan für die Beruflichen Schulen ist entschieden, dass die Wilhelm-Merton-Schule nach Beendigung der Umbauarbeiten ein anderes Schulgebäude in Bornheim beziehen wird. Zwar wird die Schule weiterhin eine Dependance - nun in unserem bisherigen Gebäude - behalten, jedoch können am neuen Standort eine ganze Reihe räumlicher Voraussetzungen realisiert werden, die zu einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung des Unterrichts und des Lebens in der Schule führen werden. So wird es beispielsweise am neuen Standort eine Cafeteria als Lern-Ort, Aufenthaltsbereich und Veranstaltungsraum geben.

In unserer Zeit des rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels sind alle Schulen mit den damit verbundenen neuen Anforderungen an Bildung und Ausbildung konfrontiert. Durch die starke Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen der Wilhelm-Merton-Schule an der Weiterentwicklung des Unterrichts, an einer Vielzahl konzeptioneller Projekte und organisatorischer Aufgaben, durch die intensive Fort- und Weiterbildung sowie durch die gute Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben und außerschulischen Stellen glauben wir, für die zukünftigen Anforderungen an die berufliche Bildung gut vorbereitet zu sein und unseren Auszubildenden, Schülerinnen und Schüler sowie unseren Studierenden eine zielgerichtete Perspektive für ihre berufliche und persönliche Zukunft bieten zu können.


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„Unsere Schule ist mehr als ein Unterrichtsort, sie ist für alle Beteiligten auch ein Stück gemeinsames Leben.“

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