Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
Konzeptionelle Grundlagen
Die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung lösen seit dem Schuljahr 2006/07 die früheren „besonderen Bildungsgänge“ ab und werden bei uns in der ESF-geförderten Maßnahme „Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt“ (EIBE) durchgeführt. Wir haben mit dem Schuljahr 2006/07 das Programm EIBE der Elly-Heuss-Knapp-Schule aufgegriffen und weiter entwickelt. Die meist zugewanderten Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule mit dem Ziel, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern und deutsche Schulabschlüsse zu erwerben bzw. nachzuholen. Es wurden zahlreiche Projekte und Initiativen zur Förderung benachteiligter und zugewanderter SchülerInnen entwickelt:
- Programm zur Verbesserung der deutschen Sprachkompetenz jugendlicher Migrantinnen und Migranten
- Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen und Beratungsstellen
- Interkulturelle Erziehung: Deutsche und ausländische Schülerinnen und Schüler sollen sich in den jeweiligen Lerninhalten wiederfinden und Verständnis für andere Kulturen und Einstellungen gewinnen
- Sozialarbeit an der Schule (Einzelfallhilfe, psychosoziale und ausländerrechtliche Beratung, Berufsorientierung, freizeitpädagogische Angebote)
Betreiben eines Schulcafes zur beruflichen Qualifizierung (Erwerb von Qualifizierungsbausteinen)
Die Schülerinnen und Schüler der EIBE-Klassen haben die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Kompetenzen in den 1- oder 2-jährigen EIBE-Maßnahmen soweit voranzubringen, dass sie danach Aufnahme in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt finden oder weiterführende Schulen besuchen können. Alle Schülerinnen und Schüler müssen individuell und in der Gruppe unterstützt, gefördert und gefordert werden, damit sie sich entwickeln und für sich neue persönliche und berufliche Perspektiven erschließen können.
Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen sind sehr heterogen, die bisher entwickelten Leistungspotentiale ebenso. Die Förderung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache ist hier ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, weil die Schülerinnen und Schüler vor nicht langer Zeit zugewandert sind. Für diese Jugendlichen ist EIBE eine Integrationshilfe in die deutsche Gesellschaft, um in 1 Jahr den Haupt- und in 2 Jahren den Realschulabschluss zu erwerben. (vgl. Angebot )
Neben der Arbeit in den Projekten arbeiten die KollegenInnen mit außerschulischen, regionalen Unterstützungseinrichtungen wie Beratungsstellen freier Träger, pro familia, Jugendhäusern, Start-Projekt usw. zusammen. Die Projekte orientieren sich an dem Dienstleistungsmarkt der Region Frankfurt und vermitteln den Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie in diesem Bereich nutzen können. Dafür sind auch Kooperationen mit der hiesigen Agentur für Arbeit vorgesehen, die die SchülerInnen bei dem Übergang in eine Ausbildung oder in die Arbeitswelt unterstützen sollen (vgl. Projektskizze).
Mit dem Schuljahr 2006/07 wurde ein Schulcafe eröffnet, dass Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit bietet, sich in der großen Pause im Cafe aufzuhalten und sich zu verpflegen. Die SchülerInnen des EIBE Programms werden in den Bereich Hauswirtschaft/Ernährung/Gastronomie, sowie in das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler sind für die Planung, Einkauf, Beschickung, Herstellung, Verkauf und Abrechnung zuständig. Im Schulcafe lernen die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich zu handeln und kundenorientiert zu arbeiten.
An der Wilhelm-Merton-Schule werden Schülerinnen und Schüler in EIBE- Maßnahmen gefördert, wobei nach Zielgruppen differenziert wird:
- Erwerb beruflicher Qualifikationen
- Strukturierter Spracherwerb für SprachanfängerInnen in der deutschen Sprache
- Erwerb des Hauptschulabschlusses
- Erwerb des Realschulabschlusses
Das zentrale Ziel und die wichtigsten Qualitäts- und Effizienzmerkmale im Konzept der Berufsvorbereitung und Eibe der Wilhelm-Merton-Schule sind der frühestmögliche Übergang in Ausbildung und Arbeit oder der Besuch weiterführender Schulen.
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